„In Bensheim wollen wir eine moderne und zukunftsfähige Energieversorgung sicherstellen. Die dezentrale Erzeugung und intelligente Stromnetze gewinnen an Bedeutung, auch die Elektromobilität schreitet voran“, sagt CDU-Stadtverordnete Tanja Marquardt.

Im neuen Wohngebiet auf dem ehemaligen Euler-Gelände setzt die GGEW ein Nahwärmekonzept um. Das Blockheizkraftwerk im denkmalgeschützten Trafoturm an der Friedhofstraße versorgt die Häuser mit Wärme, zudem wird Strom produziert.

Ein Beispiel für neue Dienstleistungen, denen sich der örtliche Energieversorger verstärkt zuwendet, wie die Stadtverordneten der CDU-Fraktion bei einem Besuch in der Unternehmenszentrale erfuhren. Der lokale Akteur greift die strategische Neuausrichtung der Energiewirtschaft auf: Wachsende Digitalisierung, zunehmender Wettbewerb, steigende Beschaffungskosten und höherer Effizienzdruck bestimmen die Entwicklung.

„In Bensheim wollen wir eine moderne und zukunftsfähige Energieversorgung sicherstellen. Die dezentrale Erzeugung und intelligente Stromnetze gewinnen an Bedeutung, auch die Elektromobilität schreitet voran“, sagt CDU-Stadtverordnete Tanja Marquardt. „Letztlich geht es darum, erneuerbare Energie einzusetzen. Der Klimaschutz lässt sich lokal umsetzen und der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid verringern.“

Mit dem langfristigen Ziel, im Radius von 500 Metern Ladesäulen für Elektrofahrzeuge aufzustellen, baut die GGEW derzeit ihr Angebot aus. An 25 Standorten in der Region kann schon Strom getankt werden, in Bensheim unter anderem am Rinnentor, vor dem Rathaus, im Parkhaus Platanenallee und am Bürgerhaus Kronepark. Weitere 53 Ladesäulen sind geplant, um die Voraussetzungen für eine zunehmende Anzahl von Fahrzeugen zu schaffen.

Auch bei Wohngebäuden wird an Lademöglichkeiten gedacht. Die Stellplätze - z.B. in Tiefgaragen von Mehrfamilienhäusern - lassen sich entsprechend ausstatten. In Zukunft könnte die mit Solarzellen auf dem Gebäudedach gewonnene Energie, gegebenenfalls in einer Batterie zwischengespeichert, zum Aufladen von Fahrzeugen genutzt werden.

Dies ist ein Teil der Idee von Wohngebieten, die autark in der Energieversorgung sind, wie GGEW-Vorstand Carsten Hoffmann und der technische Bereichsleiter Uwe Sänger den Kommunalpolitikern erläuterten. Sie wollen die Infrastruktur für Neubaugebiete aus einer Hand anbieten. Innerhalb des jeweiligen Quartiers sollen der benötigte Strom und Wärme zum Heizen weitestgehend selbst produziert werden.

Die Stromversorgung erfolgt durch Photovoltaikanlagen auf den Dächern. Batterien dienen als Puffer. Ein Blockheizkraftwerk kann zusätzliche Energie liefern, aber vor allem dient es zur Wärmeerzeugung. Es speist ein Nahwärmenetz und versorgt neben den Photovolatikanlagen die Wärmepumpen mit Strom. Erforderlich ist ein intelligentes Regelsystem, das alle Bestandteile miteinander verknüpft.

„Die CDU setzt sich dafür ein, bei der anstehenden Entwicklung von Neubaugebieten eine zukunftsweisende Energieversorgung zu etablieren. Konkret schlagen wir dies für die Flächen des ehemaligen EKZ an der Wormser Straße, der Christoffel-Blindenmission in Schönberg und des Meerbachsportplatzes an der Schwarzwaldstraße vor“, sagt Fraktionsvorsitzender Markus Woißyk.

Ihre langjährige Erfahrung will die GGEW nutzen, um die Komplexität als neues Geschäftsfeld aufzubauen. Dazu zählt die kombinierte Versorgung in innovativen Wohngebieten. Weiter sollen den Kunden vermehrt energienahe Produkte angeboten werden.

In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen stark in erneuerbare Energie investiert. 200 Mitarbeiter sind derzeit beschäftigt, die GGEW will weiter wachsen. Hierzu entsteht ein Neubau neben dem bestehenden Sitz an der Dammstraße. Selbstredend wurde das Gebäude als energetisches Vorbild geplant.

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