Die Ausleihe von digitalen Medien steigt in der Stadtbibliothek kontinuierlich, während die Nachfrage nach gedruckten Büchern oder CDs leicht abnimmt. Die Nutzer können auf 140.000 Lizenzen in der "Onleihe" zugreifen, wie die Stadtverordneten der CDU bei einem Ortstermin erfuhren.

Die Ausleihe von digitalen Medien steigt in der Stadtbibliothek kontinuierlich, während die Nachfrage nach gedruckten Büchern oder CDs leicht abnimmt. Über den Verbund, dem die Einrichtung in Bensheim angehört, können die Nutzer auf 140.000 Lizenzen in der "Onleihe" zugreifen, wie die Stadtverordneten der CDU bei einem Ortstermin erfuhren.

Längst sind die elektronischen Angebote ein fester Bestandteil der modernen öffentlichen Bücherei. Über das Internet können unter anderem E-Books ausgeliehen werden. In den Räumen der Bibliothek befinden sich Arbeitsplätze mit Internetzugang, die den Besuchern - beispielsweise Schülern - zur Verfügung stehen.

"Das breite Leistungsspektrum der Stadtbibliothek zeigt sich auch durch 129 durchgeführte Veranstaltungen im vergangenen Jahr. Mit Kooperationspartnern wie Schulen und Kindergärten wird zusammen gearbeitet", berichtet CDU-Stadtverordneter Markus Geißelmann.

Insgesamt sind 51.441 Medien vorhanden, durch Neu- und Ersatzanschaffungen wird der Bestand laufend aktualisiert. Im Jahr 2016 wurden 189.221 Ausleihen gezählt. Auf eine halbe Mio. Euro beläuft sich der Zuschuss, den die Stadt jährlich über ihren Eigenbetrieb Stadtkultur zahlt.

Aufgrund der Beratungen zur Zukunft des Hauses am Markt erkundigten sich die Christdemokraten, ob die Bibliothek in das Gebäude am Marktplatz umziehen könnte. Bis 1989 war sie dort untergebracht, im südlichen Gebäudeteil standen - und stünden heute - 350 Quadratmeter verteilt auf mehrere Etagen zur Verfügung.

Im Neumarkt-Center nutzt die Bücherei derzeit 900 Quadratmeter. Das heutige Konzept ließe sich also im Haus am Markt nicht darstellen. Zudem müsste das Gebäude barrierefrei gestaltet werden, der Raumzuschnitt bliebe wenig praktikabel. Für den jetzigen Standort spricht ebenfalls die Kombination mit dem benachbarten Spielplatz.

"Seit sieben Jahren nutzt die Stadtbibliothek die Räumlichkeiten. Damals hat sich die CDU für den Umzug in die zentrale Lage eingesetzt", erklärt Fraktionsvorsitzender Markus Woißyk. "Hier ist sie für die Zukunft als attraktives Kultur- und Bildungsangebot gut aufgestellt."

Festzustellen ist, dass die Verweildauer der Besucher steigt und zunehmend Medien vor Ort genutzt werden, anstatt sie zur Mitnahme nach Hause auszuleihen. Das Schüler-Center, das Lesecafé mit Tageszeitungen, Illustrierten sowie Fachzeitschriften und auch eine Leseterrasse entsprechen den Anforderungen der Nutzer. Deshalb sinkt der Raumbedarf trotz digitaler Medien nicht.

Die CDU-Fraktion verweist auf die Zahl der Besucher: 76.338 wurden im Laufe des vergangenen Jahres gezählt, das sind im Durchschnitt 290 Besucher pro Tag. Die Stadtbibliothek ist damit eine stark genutzte Institution in der Stadtmitte.

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