Regionalplan 2020: Gewerbegebiet "Stubenwald II" und Grüngürtel im Westen

Für Südhessen wird ein neuer Regionalplan aufgestellt. Dieser Plan gibt den Rahmen für die langfristige Entwicklung der Städte vor. Wir wollen, dass Bensheim ein Gewerbegebiet westlich der Robert-Bosch-Straße ausweisen kann: "Stubenwald II". Zudem schlagen wir die Bildung eines "Grüngürtels" vor.

Gibt es in Bensheim nicht genug Gewerbeflächen?

Derzeit gibt es noch ausreichend ausgewiesene Flächen. Eine Bestandsaufnahme hat allerdings ergeben, dass nicht diese 34,3 ha nicht vollständig verfügbar sind - wegen ihrer Lage, weil sie zu klein sind oder nicht zum Verkauf stehen. Östlich der Autobahn sind viele Gewerbeflächen verschwunden, attraktive Wohngebiete sind dort entstanden. Aktuelles Beispiel ist das Euler-Gelände, dort passt eine neue Fabrik nicht zum Wohnumfeld. Auch Einkaufsmärkte gehören in die Stadtmitte und nicht auf die "grüne Wiese". Das Ziel der CDU bleibt "Innen- vor Außenentwicklung".

Warum brauchen wir überhaupt Gewerbegebiete?

Kindergartenplätze mit niedrigen Gebühren und ein exzellentes Bildungsangebot, Sport- und Vereinsförderung, die sozialen und ebenso kulturelle Einrichtungen müssen finanziert werden. Wichtigste Einnahmequelle der Stadt ist die Gewerbesteuer. Die Firmen zahlen nicht nur, sie schaffen auch wohnortnah Arbeitsplätze.

Was zeichnet den "Stubenwald II" aus?

Das vorhandene Gebiet "Stubenwald I" hat als Standort einen hervorragenden Ruf, namhafte Unternehmen arbeiten dort. Die hochwertige Entwicklung mit Firmen aus Zukunftsbranchen wollen wir fortsetzen. Auch das Erweiterungsareal liegt verkehrsgünstig an der Schnellstraße. Der Andienungsverkehr belastet so keine Wohngebiete. Andere Flächen, z.B. südlich der Schwanheimer Straße, sind als Frischluftschneisen für die Stadt bedeutsam und sollen nicht bebaut werden.

Sollen die Grundstücke sofort weiterverkauft werden?

Nein. Zunächst werden die Grundstücke in den bestehenden Gewerbegebieten vermarktet. Erst bei entsprechendem Bedarf und dann abschnittsweise soll der "Stubenwald II" entwickelt werden. Es handelt sich also um eine Option, die Bensheim langfristig in der Hand hält.

Was bedeutet das für die Landwirtschaft?

Die Fläche für "Stubenwald II" wurde einst für die Nutzung als Gewerbegebiet angekauft. Weniger als 20 ha sollen tatsächlich genutzt werden, die restlichen 8 ha stehen für sämtliche erforderliche Ausgleichsmaßnahmen zur Verfügung. Außerhalb dieses Areals werden keine landwirtschaftlich genutzten Flächen beeinträchtigt. Auch gibt es dort keinen "Wald", der angegriffen würde.

Wie sieht das Konzept für den Grüngürtel aus?

Im Westen Bensheims will die CDU die Naturräume und Naherholungsbereiche nicht nur erhalten, wir werden sie zielgerichtet aufwerten. Dies reicht von der Biotopvernetzung über die Renaturierung von Gewässern bis zum Bau von Grünbrücken über die Schnellstraßen. Weiterhin steht das Gebiet für die Freizeitnutzung zur Verfügung. Landwirtschaftlich genutzte Flächen bleiben auch zukünftig erhalten.

Ist die Stadt Bensheim hierzu verpflichtet?

Nein. Wir wollen freiwillig die Gelder investieren, die aufgrund der Auskiesung der Erlache eingenommen werden. Das Konzept ist vorbildlich, nirgendwo in der Region gibt es ein solch umfassendes ökologisches Maßnahmenpaket. Gemeinsam mit den benachbarten Kommunen packen wir dieses Vorhaben an.

Pressemitteilungen:

Stubenwald II erst bei Bedarf entwickeln (13.2.08)
Intensive Diskussion über Regionalplan (14.12.07)

Stand: 8. März 2008