Cafés, Kneipen und Restaurants gibt es in Bensheim für jeden Geschmack. Insbesondere am Hospitalbrunnen und in der unteren Hauptstraße ist in den vergangenen Jahren dank engagierter Wirte ein vielfältiges gastronomisches Angebot entstanden. Die Kommunalpolitiker haben sich mit ortsansässigen Gaststättenbetreibern und Hoteliers zum Gespräch getroffen.
Die attraktiv gestalteten Plätze in der Fußgängerzone und der Ring von Parkhäusern zählen zu den Pluspunkten, die Gäste in die Lokale und an die Tische im Freien locken. Die Altstadt bietet ein gutes Umfeld für die Außenbewirtung. Zu einer lebendigen Innenstadt gehören die gastronomischen Betriebe genauso wie der Einzelhandel, beide profitieren zudem voneinander.
„Wir wollen eine lebendige Stadtmitte, in der sich die Bürgerinnen und Bürger treffen und gerne aufhalten. Auch florierende Geschäfte gehören dazu. Deshalb werden wir die Umgestaltung der Fußgängerzone fortsetzen und damit die positive Entwicklung weiter unterstützen“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Markus Woißyk.
In der Diskussion mit den Wirten – zu denen auch der Vorsitzende des örtlichen Hotel- und Gaststättenverbandes Ulli Kagermeier zählte – wurden die Öffnungszeiten der Außengastronomie angesprochen. Der Magistrat hatte in diesem Jahr eine Bewirtung im Freien bis 23 Uhr genehmigt, probeweise war die Sperrstunde von seither 22 Uhr um eine Stunde verschoben worden.
Aufgrund des veränderten Freizeitverhaltens und verlängerten Öffnungszeiten in anderen Bereichen wie Lebensmittelmärkten sind längere Zeiten für die Außenbewirtung aus Sicht der Wirte erforderlich. Sie versicherten, dass die Schlusszeiten eingehalten würden. Die CDU-Stadtverordneten wollen nun den Erfahrungsbericht der Stadtverwaltung abwarten, um sich dann eine Meinung über künftige Regelungen zu bilden.
„An die Anwohner denken wir dabei besonders. Die Innenstadt soll auch Wohnquartier bleiben, die verschiedenen Interessen müssen berücksichtigt werden. Nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme finden wir bei der Frage der Sperrzeiten eine allseits akzeptierte Lösung“, sagte CDU-Stadtverordneter Tobias Heinz.
Die Wirte wünschen, dass sie bei den Jahrmärkten eingebunden werden. Auch bei städtischen Festen wollen sie sich stärker engagieren. Bei großen Veranstaltungen sollte darauf geachtet werden, dass sie zusätzliche Kundschaft für Gastronomie, Hotels und Handel bringen. Diese Anregungen nahmen die Kommunalpolitiker auf und wollen für eine Umsetzung sorgen.