Die Ortsdurchfahrt B3/B47 sei umgestaltet, mit dem Bau der Westumgehung begonnen und zahlreiche Straßen in der Kernstadt sowie den Ortsteilen erneuert worden. Wie die SPD auf die Idee komme, von "seit Jahren bestehenden Blockaden" beim Straßenbau in Bensheim zu sprechen, ist nach Meinung der CDU-Fraktion weder nachvollziehbar noch entspreche es der tatsächlichen Lage.
Die Christdemokraten sehen mit einer vorausschauenden Planung längst die Weichen für eine belastbare Weiterentwicklung des Verkehrsnetzes gestellt. Dazu gehören neben dem bedarfsgerechten Um- und Neubau von Straßen auch Investitionen für Radwege und in den öffentlichen Nahverkehr - zum Beispiel beim Bahnhof.
"Niemand will heute mehr auf den mehrspurigen Abschnitt zwischen Wormser Straße und Ritterplatz verzichten", erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Markus Woißyk. "Die SPD hat dieses wichtige Projekt ständig kritisiert. Als einzige politische Gruppe stand die Union immer zum bedarfsgerechten Umbau der B3/B47."
Blockiert hätten damals die Sozialdemokraten, denen es nun bei gleich mehreren Bauprojekten nicht schnell genug gehen könne. Die CDU erinnert daran, dass trotz des bevorstehenden Kommunalwahlkampfes keine überzogenen Versprechungen gemacht werden sollten. Angesichts der finanziellen Lage könne die Weiterentwicklung des Straßennetzes nur schrittweise erfolgen.
"Wir haben für diese Wahlperiode eine Priorität auf den Bau der Westumgehung zwischen Robert-Bosch- und Schwanheimer Straße gesetzt, sie soll die Anwohner am Berliner Ring insbesondere vom Lärm der LKW entlasten", sagte Woißyk. Die nun genannte Weiterführung der Strecke bis zur Saarstraße sei bereits vor mehreren Jahren von der CDU als Perspektive aufgezeigt worden.
Zu den künftigen Projekten zähle auch die bessere Verkehrsanbindung von Fehlheim nach Bensheim, die für die Ortsdurchfahrt in Schwanheim eine Entlastung bringen werde. Allerdings sei diese Straße nicht nur eine finanzielle Herausforderung. Ziel sollte auch sein, über den Streckenverlauf einen möglichst breiten Konsens herzustellen.
Mit den vorhandenen Geldern müsse vor allem das bestehende Straßennetz in einem guten Zustand gehalten werden. "Die Stadt kann sich nur begrenzt Neubauten leisten, weil abgenutzte Fahrbahnen saniert und Schlaglöcher ausgebessert werden müssen", stellt CDU-Fraktionsvorsitzender Woißyk klar. In ihrer Pressemitteilung verweist die Union darauf, dass in den Ortsteilen zuletzt erst größere Maßnahmen in Gronau und Hochstädten durchgeführt worden seien.