Mehr Haltestellen im Stadtgebiet sollen künftig vom Ruftaxi angefahren werden. Das neue Konzept umfasst auch zusätzliche Fahrten, um zusammen mit den Buslinien einen Stundentakt zu erreichen. Insgesamt wird sich das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs in Bensheim verbessern.

Mehr Haltestellen im Stadtgebiet sollen künftig vom Ruftaxi angefahren werden. Das neue Konzept umfasst auch zusätzliche Fahrten, um zusammen mit den Buslinien einen Stundentakt zu erreichen. Insgesamt wird sich das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs in Bensheim verbessern, wie die CDU-Fraktion über die Empfehlungen berichtet, mit denen sich die städtischen Gremien befassen.

Das System der Ruftaxis hat sich bewährt: Zu Zeiten, in denen kein Bus fährt, stehen sie zur Verfügung - mit 18.000 Passagieren im Jahr 2017. Die Fahrten werden nur durchgeführt, wenn tatsächlich Personen das Ruftaxi zu den festgelegten Zeiten nutzen wollen und dieses vorbestellt haben. Damit ist für die gesamte Stadt ein erreichbares Nahverkehrsangebot möglich.

„Die CDU will nicht zuletzt für regelmäßige Verbindungen von den Ortsteilen in die Stadtmitte sorgen“, erklärt Stadtverordnete Sibylle Becker. „Zum Beispiel verkehrt nach Hochstädten nur an Schultagen ein Bus. An den anderen Tagen steht das Ruftaxi zur Verfügung, das künftig bis zum Bahnhof in Bensheim fährt. Ein Umsteigen in Auerbach ist künftig nicht mehr erforderlich.“

Eine neue Linie wird in dem Konzept, das im Auftrag des Magistrats erstellt wurde, mit Haltestellen in der Hemsbergstraße empfohlen. Das dortige Wohngebiet lässt sich damit besser an die Nahverkehrsmittel anschließen. Ebenso könnte der Bereich um die Moselstraße und das Gewerbegebiet Süd in das Netz aufgenommen werden. Weitere Siedlungsbereiche - unter anderem in Auerbach und in der Weststadt - werden erschlossen, indem sich die Fahrtstrecken des Ruftaxis ändern.

Ab Dezember soll das Ruftaxi die Buslinie zum Waldfriedhof ersetzen, die aufgrund geringer Fahrgastzahlen entfällt. Bei anderen Verbindungen sind die bisher angebotenen Fahrten der Ruftaxis nicht mehr erforderlich, da auf den Strecken dann häufiger die Stadtbusse verkehrt. Beispielsweise fahren diese ab dem nächsten Fahrplanwechsel stündlich nach Gronau und nach Fehlheim sowie Schwanheim.

„Die Vorschläge für Verbesserungen beim Ruftaxi ergänzen das bereits aufgestellte Konzept für den Busverkehr in der Stadt. Künftig werden insgesamt mehr Fahrten angeboten, der Bahnhof ist zentraler Knotenpunkt“, sagt CDU-Stadtverordneter Tobias Heinz. „Weitere Ziele sind, die Zeit zur Voranmeldung einer Fahrt mit dem Ruftaxi auf 30 Minuten zu verringern und die elektronische Bestellung über eine App zu ermöglichen.“

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